Zo Foß noh Kölle jon

 

Getreu dem Motto "Ich mööch zo Foß noh Kölle gon" von Willi Ostermann, erfüllte sich das Mucher-Dreigestirn 2008 einen Herzenswunsch. Zusammen mit Gefolge und vielen weiteren begeisterten Jecken, zog man am Sonntag, den 06.01.2008, aus dem bergischen Land gen Kölle.

Da der Weg von Much nach Köln für einen Tagesmarsch doch zu lang ist, wurde der Startpunkt nach Bensberg-Frankenforst verlegt. Morgens um 9 Uhr ging es von dort auf den 11 km langen Weg. Willi Ostermann muß bei Petrus wohl ein starkes Wort eingelegt haben, denn nach einer total verregneten Nacht wurden die ca. 100 Jecken den ganzen Tag von herrlichem Sonnenschein begleitet. Auf der Hälfte der Strecke, bei Köln-Merheim, gab es eine Pause. Bei stimmungsvoller Karnevalsmusik konnte man Hunger und Durst bekämpfen und seine kalten Glieder warm schunkeln. Frisch gestärkt und guter Laune zog der Tross dann weiter. Immer voran getragen unsere Standarte des Ortseingangsschildes „Bövingen – Gemeinde Much“. (An dieser Stelle muß unserem Jörg mal gedankt werden, weil er diese „tragende Rolle“ gewissenhaft wie ein deutscher Beamter übernommen und durchgeführt hat.) Man glaubt gar nicht, wie oft im tiefsten Köln die Frage beantwortet werden musste : „Wo liegt den Bövingen?“ Antwort: „In Much!“. Nächste Frage: „Wo liegt denn Much?“ Nächste Antwort: „Im schönen bergischen Land! Nicht mal 40 km entfernt!“ Den Kölnern wurde so nebenbei noch Nachhilfe in Heimatkunde gegeben. Bis zur Köln-Arena ging es munter weiter. Hier erwartete die Marienfelder Blaskapelle die Ankommenden mit zünftiger Musik, und gemeinsam ging es mit Pauken und Trompeten zur Deutzer Brücke. Ein Teil des Traumwunsches ging in Erfüllung, als das Dreigestirn stolz vor Vater Rhein und dem mächtigen Dom stand. Jetzt war man fast am Ziel. Mittlerweile war die Schar auf ca. 200 Jecke angewachsen.

Der Weg über Heumarkt, Alter Markt und durch die Kölner Altstadt wurde zu einem herausragendem Ereignis. Viele Kölner begrüßten das Dreigestirn spontan mit Alaaf-Rufen, sie winkten und sangen unsere Lieder mit. Den krönenden Abschluß bildete dann der Empfang auf der Domplatte. Aufgenommen in einem Spalier der "Plaggenköpp" und der "Kölner Torwache von 1952" wurden wir zum Empfangskomitee der "Großen Karnevals-Gesellschaft Greesberger e.V. Köln von 1852" geleitet. So einen tollen Empfang hatten wir nicht erwartet. Wir waren am Ziel und der Traum ist wahr geworden. Es wurden Orden verliehen, es gab Dankes- und Freudes-Reden, es wurde gesungen und Alaaf gerufen und die Plaggeköpp präsentierten ihre Flaggen. Ein stimmungsvoller Auftritt auf der Domplatte, den sich auch viele Schaulustige nicht entgehen lassen wollten.

Außerdem gab es dort auch etwas zu sehen, was die Kölner wohl noch nie zuvor gesehen hatten. Prinz Charly hatte dafür gesorgt, daß die bekannte Mucher Heufresser-Figur den Weg zum Dom fand und dort die Gemeinde Much repräsentierte. Mucher Heufresser vor dem Dom. Wann hat es das schon mal gegeben?

Von der Domplatte gingen dann alle Beteiligten in den mittelalterlichen Gir-Keller in der Altstadt um das Erlebte gebührend zu feiern. Die Naafbachtaler Musikanten, Wolle Opolka und EVT sorgten für gute Stimmung. Gegen Abend machte sich dann doch immer mehr die Müdigkeit breit, und man machte sich auf den Weg zurück in die bergische Heimat. Den Rückweg hat aber keiner zo Foß gemacht, denn es heißt ja ausdrücklich: ..zo Foß noh Kölle gon.

An dieser Stelle sei den vielen Helfern gedankt, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen. Insbesondere gedankt sei den Kölner Karnevalsfreunden für den herrlichen Empfang sowie an die Marienfelder, die Naafbachtaler, Wolle Opolka und EVT für die musikalische Begleitung.

Da kann man zum Schluß nur singen: "So ein Tag, so wunderschön wie heute...."

(Hier gehts zu den Bildern)